Spannende Einblicke in den Einsatzalltag für unsere Nachwuchsfeuerwehr
Einen spannenden Berufsfeuerwehrtag erlebten die Jugendlichen der Feuerwehrjugend Wattenberg am Samstag und Sonntag, dem 27. und 28. Juni 2026. Dabei erhielten die jungen Feuerwehrleute einen hautnahen Einblick in den Alltag eines Feuerwehrmannes. Ziel der Aktion war es, den Jugendlichen Verantwortung, Teamgeist und das richtige Vorgehen bei unterschiedlichen Einsatzszenarien näherzubringen. Am Samstagnachmittag um 14:00 Uhr begann der Berufsfeuerwehrtag für die angehenden Feuerwehrleute mit der Befehlsausgabe. Anschließend richteten die Jugendlichen ihr Nachtquartier im Gerätehaus ein. Da zu diesem Zeitpunkt noch niemand wusste, wann die erste Alarmierung eintrifft und welche Aufgabe auf sie zukommen würde, nutzten die Jugendlichen die Zeit zunächst für notwendige, wenn auch nicht bei allen beliebte Reinigungsarbeiten im und rund um das Gerätehaus. Zwischendurch nutzten die Jugendlichen den Wattenbach für eine erfrischende Abkühlung und entkamen so den warmen Temperaturen. Die erste Alarmierung ging um 16:45 Uhr ein. Gemeldet wurde ein technischer Einsatz mit einer eingeklemmten Person unter einem Mähtrack im Bereich „Rieserhof“. Um diesen technischen Einsatz fachgerecht zu meistern, kamen sämtliche zur Verfügung stehenden Hilfsmittel wie Hebekissen, Greifzug und Schleifkorbtrage zum Einsatz. Dabei konnten die Jugendlichen der Nachwuchsfeuerwehr deren Einsatzmöglichkeiten praxisnah kennenlernen und ausprobieren. Nach dem Einrücken ins Gerätehaus bereiteten die Jugendlichen gemeinsam das Abendessen vor. Nach dem leckeren Essen standen Spiel und Spaß auf dem Programm, bevor es um 22:00 Uhr in den wohlverdienten Schlaf ging. Der erste Nachteinsatz ließ jedoch nicht lange auf sich warten: Um 23:00 Uhr wurden die Jugendlichen durch die nächste Alarmierung aus dem Schlaf gerissen. Auf einem Lagerplatz standen mehrere Holzpaletten in Vollbrand. Um den Brand rasch einzudämmen, wurde ein Angriff mit zwei C-Strahlrohren vorgenommen, des Weiteren wurde ein Brandschutz für den angrenzenden Wald aufgebaut. Die Wasserversorgung des Tanklöschfahrzeuges wurde über einen nahegelegenen Hydranten sichergestellt. Nach „Feuer aus“ wurde die Einsatzbereitschaft der Einsatzfahrzeuge wiederhergestellt. Anschließend zogen sich die Jugendlichen in ihr Nachtlager zurück. Die Nacht war eher kurz – das Fußballfieber der Weltmeisterschaft 2026 hat natürlich auch die Feuerwehrjugend erfasst. Kurzerhand wurde das Gerätehaus zum Public-Viewing-Hotspot umfunktioniert, um gemeinsam das Spiel der österreichischen Nationalmannschaft zu verfolgen. Kurz nachdem der Schlusspfiff ertönte, folgte bereits die dritte Alarmierung. In den frühen Morgenstunden stürzte ein Mountainbiker und kam einige Meter unterhalb eines Weges zum Liegen. Er konnte noch selbst den Notruf absetzen, seinen Standort jedoch leider nicht präzise angeben. Umgehend wurde eine Suchaktion eingeleitet. Mit Funkgeräten ausgestattet, durchsuchten die Jugendlichen das Gebiet, um die Kommunikation zwischen den einzelnen Suchtrupps sicherzustellen. Dabei konnten sie die verunglückte Person ausfindig machen, aus der misslichen Lage befreien und dem Rettungsdienst übergeben. Nach der anstrengenden Suchaktion zu ungewohnter Stunde genossen die Jugendlichen und ihre Betreuer ein ausgiebiges Frühstück, um ihre leeren Batterien wieder aufzuladen. Anschließend wurden die letzten Stunden unseres Berufsfeuerwehrtages genutzt, um die Einsatzfahrzeuge wieder aufzurüsten und gründlich zu reinigen. Während der laufenden Reinigungsarbeiten erfolgte die vierte Alarmierung. Ein besorgter Nachbar hatte mehrere verkohlte Paletten gemeldet, aus denen leichter Rauch aufsteigen sollte. Beim Eintreffen am Einsatzort konnte jedoch weder eine Rauchentwicklung noch eine Restwärme mittels Wärmebildkamera festgestellt werden. Um eine neuerliche Alarmierung auszuschließen, wurden die verkohlten Reste vorsorglich mit ausreichend Wasser benetzt. Am Ende des ersten Berufsfeuerwehrtages waren die Ausbilder der Feuerwehrjugend stolz auf ihre Schützlinge. Alle Einsätze wurden mit viel Einsatzbereitschaft und Engagement abgearbeitet. In diesen 22 Stunden stellten die Jugendlichen nicht nur ihr fachliches Wissen unter Beweis, sondern zeigten auch bemerkenswertes Durchhaltevermögen – Eigenschaften, die im realen Einsatz unerlässlich sind.
























